Mit einer Plasmaschneidanlage lassen sich alle Arten von Metallen schneiden, die mit Sauerstoff schwer zu schneiden sind. Dabei kommen verschiedene Arbeitsgase zum Einsatz, insbesondere bei Nichteisenmetallen (Edelstahl, Kohlenstoffstahl, Aluminium, Kupfer, Titan, Nickel). Der Schnitteffekt ist dabei besser.
Der Hauptvorteil besteht darin, dass die Schnittdicke nicht für große Metalle erforderlich ist, die Plasmaschneidgeschwindigkeit hoch ist, insbesondere beim Schneiden von gewöhnlichen Kohlenstoffstahlblechen, die Geschwindigkeit kann das 5- bis 6-fache der Geschwindigkeit des Sauerstoffschneidverfahrens erreichen, die Schnittfläche ist glatt, die thermische Verformung ist gering und es gibt fast keine Wärmeeinflusszone.
Die Plasmaschneidanlage wurde bis heute weiterentwickelt, und das verwendbare Arbeitsgas (das als Wärmeträger und leitfähiges Medium des Plasmabogens dient und gleichzeitig das geschmolzene Metall im Schnittbereich fernhalten muss) hat einen großen Einfluss auf die Schnitteigenschaften, die Schnittqualität und die Schnittgeschwindigkeit. Gängige Arbeitsgase für den Plasmabogen sind Argon, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Luft, Wasserdampf und einige Gasgemische.
Plasmaschneidmaschinen finden breite Anwendung in verschiedenen Branchen wie der Automobil-, Lokomotiv-, Druckbehälter-, Chemie-, Nuklear-, Maschinenbau-, Baumaschinen- und Stahlbauindustrie.
Das Funktionsprinzip von Plasmaanlagen beruht darauf, dass zwischen Düse (Anode) und Elektrode (Kathode) im Inneren der Plasmapistole ein Lichtbogen erzeugt wird. Dabei wird die Feuchtigkeit im Inneren ionisiert, wodurch Plasma entsteht. Der ionisierte Dampf wird durch den entstehenden Druck als Plasmastrahl aus der Düse ausgestoßen. Seine Temperatur beträgt etwa 8000 °C. Auf diese Weise lassen sich nicht brennbare Werkstoffe schneiden, schweißen und weiteren Wärmebehandlungen unterziehen.
Veröffentlichungsdatum: 10. Februar 2023







